Conductors

Ion Marin

Introduction

Born in Romania, Maestro Marin studied composition, piano and conducting at the George Enescu Music Academy and at Salzburg’s Mozarteum. His education also includes studies in philosophy and the history of religion. His first conducting position was Music Director of the Transylvania Philharmonic at age 21.

Defecting from Romania’s dictatorship in 1986 led to a new life and musical career in Vienna as well as his receiving Austrian citizenship. Starting under Maestro Claudio Abbado’s tenure (1987-1991), he became Resident Conductor of the Wiener Staatsoper. During that time, Maestro Marin conducted a wide opera repertoire collaborating with famous singers including Luciano Pavarotti, Agnes Baltsa, Jose Carreras, Gundula Janowitz, Herman Prey, Nicolai Ghiaurov, Edita Gruberova, Giuseppe Taddei and Mirella Freni. He also benefited from the guidance of Herbert von Karajan and Carlos Kleiber.

His symphonic reputation led to his conducting virtually all of the greatest European orchestras including the Berliner Philharmoniker, Leipzig Gewandhaus, London Symphony, Staatskapelle Desden, Bayerischer Rundfunk, Philharmonia London, Orchestra della Santa Cecilia, Orchestre National de France, St. Petersburg Philharmonic, Budapest Festival Orchestra, Česká Filharmonie well as many others throughout the world. He appears regularly in Japan, where he conducts the NHK Symphony and the Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra.


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  • 14 Feb 16 Rundfunk Sinfonieorchester Berlin,
    Philharmonie Berlin, Germany
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    “Schau niemals aufmunternd das Blech an”, lautet eine der zehn goldenen Regeln, die Richard Strauss im Jahre 1925 einem jungen Kapellmeister ins Stammbuch schrieb. Dirigent Ion Marin scheint diesen Rat verinnerlicht zu haben: Angenehm natürlich wirken die Blechbläser bei Strauss’ “Don Juan” in den Gesamtklang des Rundfunk-Sinfonieorchesters eingebettet – ein Klang, der viel Wert auf Sinnlichkeit und Farbpracht legt, Schärfe und Bitterkeit dagegen weitestgehend vermeidet. Unter Marin, dem Österreicher mit rumänischen Wurzeln, mutet Strauss’ “Don Juan” kaum wie das Werk eines genialisch auftrumpfenden 24-Jährigen an – eher wie die Kostprobe eines Gentlemans in gereiften Jahren.

    Ursprünglich war für diesen Philharmonie-Abend Simone Young am Dirigierpult vorgesehen gewesen. Doch nachdem die Australierin schon vor Kurzem ihren Auftritt beim “Ultraschall”-Festival hatte absagen müssen, schien auch das Konzert mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester eher unwahrscheinlich. Dass nun der einspringende Ion Marin das komplette Programm beibehält, bringt ihm allseits Sympathien ein: beim Publikum, das in den Genuss eines Strauss-Mozart-Abends kommt, und auch beim Orchester, das einmal mehr zeigen kann, wie prächtig es sich in den letzten Jahren unter ihrem Chefdirigenten Marek Janowski weiterentwickelt hat.

    Etwas überraschend allerdings, wie ungebrochen klangschön die Musiker in Strauss’ “Also sprach Zarathustra” op. 30 aus dem Jahre 1896 bleiben. Das Orchester bietet einen Strauss zum Zurücklehnen und Genießen, voller Wärme und Ausgewogenheit. Ion Marin verlangt einen rückwärtsgewandten, fast Mendelssohn’schen Tonfall. Er vermeidet das Avantgardistische der Partitur überall dort, wo es möglich ist, verbannt Ruppigkeit und Ironie zugunsten kultivierten Schwelgens.”
    Felix Stephan, Berliner Morgenpost, 16 February 2016